An manchen Tagen…

…ist einfach alles scheiße. Ich wache morgens auf und stille. Das satte Baby wandert zu Papa. Er ist maulig und unachtsam. Das Baby schreit und weckt das zweite. Dann stille ich weiter. Ich sehe Papa, wie er den nackten Babykopf zu dicht an die Wärmelampe hält. Das sag ich ihm in einem noch müden leicht genervten Ton. Er motzt. Baby schreit weiter. Ich stille immer noch. Ist auch das Baby satt, will das zweite gar nicht lieb und angezogen auf der Wickelkommode neben dem Brüderchen warten, bis auch er fertig ist. Ich stehe etwas widerwillig auf. Die Nacht war zu kurz. Ich will mit ihr kuscheln, sie nicht. Sie macht grad Schübe und will nochmal Nuckeln, dösen an Mamas Brust. Ich sitze mit ihr eine dreiviertel Stunde rum. Manchmal hinterm Laptop. Beobachte, wie sie im siebten Himmel zu sein scheint. Etwas Entspannung verspricht das auch für mich. Dann will unser Junge kurz vorm einschlafen nochmal ein Schlückchen trinken und am liebsten auch an der Brust einschlafen. Ich habe dann beide vor mir liegen. Sie halten sich wach, zappeln, motzen und beschweren sich, dass sie nicht in ruhe bei Mama am Busen trinken können. Papa nimmt das Mädel, sie hat schon länger nuckeln dürfen und bringt sie in den Schlaf. Bubi reißt die Augen auf, nuckelt, meckert, nuckelt und bestaunt schließlich die Gegend. Schlafen will er doch noch nicht. Eine halbe std später ist es aber an der Zeit. Ich versuche ihn in den Schlaf zu bekommen. Bei ihm dauert es meist etwas länger..15 minuten später schläft er allerdings schon. Dann habe ich 10 minuten Zeit, bis das Mädchen (Wachstumsphase) wieder wach wird und nuckeln will….ich komme zu nichts. Ich bin genervt. Ist der Junge schließlich auch wieder wach, stille ich beide nochmal Tandem, dann geht Papa raus mit ihnen..gut das wir nun den Kinderwagen haben! Die freie Zeit verbringe ich mit Recherchen, wie ich Stress loswerde und ich Überforderung mildern kann, gestaute Emotionen loslassen kann. Dann koche ich mir noch was und esse etwas zu viel. Schließlich kommen die drei zurück und das Spektakel geht von nun rückwärts weiter nur noch schlimmer! Am Nachmittag und Abend sind die Beiden noch unruhiger. Kein Wunder bei all den Eindrücken. Draußen ist es kalt und düster. Ich bin müde, war noch nicht draußen. Jetzt wird es dunkel und ich habe auch keinen Bock mehr. Es ist mir zu kalt und nass. Ich bin maulig. Ich will Ruhe und Sonne und Wärme. Keine Chance. nicht heute. Papa will für sich sein. Oma hat Spätdienst. Die Babys fordern mich. Sie Schreien. Sie wollen trinken, spielen, getragen werden. Ich will einfach in Ruhe weiter rumlümmeln. Unsere Vorstellungen vom Tag kollidieren. Das entfacht Energie. Die Wohnzimmertür muss es ausbaden. Sie fliegt mit Wucht ins Scharnier. Zu dumm, dass das Glas in tausend Teile zerspringt. Es ist 19:30 Uhr. Gut das Omas Spätdienst vorbei ist…

Die Perfekten Menschen gibt es nicht

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Ein Gedanke zu “An manchen Tagen…

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