Die Wunder eines neuen Abendrituals

Es gibt etwas, was ich auf gar keinen Fall für mich behalten möchte!

Und zwar geht es um meine Erfahrungen mit dem Kinder ins Bett bringen und die damit einhergehenden Rituale, die ja, so hört man von allen Seiten, den Kindern das Einschlafen erleichtern soll.

Ich hatte schonmal einen Beitrag dazu geschrieben. und Hier.

Mittlerweile sind meine Kinder 16 Monate alt. Doch möchte ich kurz unsere Vorgeschichte erzählen:

Mein Sohn schlief immer nur ein, wenn er gestillt wurde, wachte so 7x in der Nacht auf und lies sich wieder nur mit der Brust beruhigen. Neben ihm im Familienbett schlief seine Schwester. Sie konnte auch Papa ins Bett bringen, ohne zu stillen 🙂 Auch sie wurde 5-7x wach in der Nacht…Manchmal konnten wir Eltern sie ohne zu stillen wieder beruhigen. Doch jedesmal wenn ein Kind wach war, war auch ich es und der Papa nicht immer, aber häufig….Puh, bei 14 mal wachsein, waren die Tage nach den Schlaflosen Nächten nicht sonderlich entspannt. Es zerrt ganz schön an den Nerven, wenn man Monatelang nicht mal 3h am Stück schlafen kann.. Es musste eine Veränderung her. Aber wie? Zuerst suchten wir eine Hebamme, die uns Tipps gegeben hat, die wirklich wunderbar waren. Leider mussten wir damit auch das Familienbett vorerst aufgeben. Ich brachte also meinen Sohn ohne zu stillen ins Bett, der Papa die Tochter. Nachts stillte ich aber immernoch den Sohn Xmal und meine Tochter so 3-5x. Dann flogen wir nach Bali und mussten wieder in alte Gewohnheiten eintauchen. Wir schliefen wieder in einem Zimmer zu viert und ich Stillte wann immer die Kids es verlangten. Schließlich war alles neu und aufregend und das Essen ganz anders…Stillen war so einfach, unkompliziert und beruhigend.. Das Familienbett war wieder eingeführt auch nach unserer Rückkehr nach Deutschland, denn wir Zogen um und hatten erstmal nur ein Schlafzimmer. Ich stillte wieder, diesmal beide, in den Schlaf und wachte 15x auf, um zu stillen. ( Ich versuchte auch gar nicht groß, eines der Babys ohne Brust zu beruhigen, da ich nicht wollte, das das Andere aufwacht). Es war eine sehr sehr anstrengende Zeit… und es musste wieder eine Veränderung folgen. Es war das 2. Schlafzimmer geboren und somit auch der erneute Abschied des Familienbettes. Sehr sehr schade, aber absolut notwendig. Erst konnte mein Sohn nur bei mir einschlafen. Das fand ich gar nicht gut auf Dauer. Ich wollte auch bei meiner Tochter sein. Also musste das Einschlafen bei Papa ,,gelernt“ werden. Die ersten beiden Male klappte es nicht. Doch wir blieben hartnäckig und entschlossen und siehe da! 5 Minuten mit Papa und schon ist er eingeschlafen!!! Und wenn nun eines der Kinder wach wird, beruhigen wir es. Ich rede sanft, oder streichle den Kopf, singe leise oder liege nur ganz nah. Papa ist sogar einfach nur ganz nah da. Und es klappt! Sie wachen zwar noch oft auf, aber das weniger Stillen laugt weniger aus und wir bekommen auch mal 4h Schlaf am Stück! Manche Nacht trinkt meine Tochter gar nicht mehr und mein Sohn nur noch 1/2/3 mal!

Ich habe gelernt, dass es oft an uns Eltern liegt, wie unsere Kinder Schlafen können! Eigentlich liegt fast alles bei uns. Ob sie selbständig werden, oder nicht, welche Dinge/Spiele sie mögen ect… Auch das Stillen und Abstillen liegt in Mutters Hand.    Können und wollen wir uns lösen? Können wir Veränderungen zulassen? Welche Ängste stecken noch dahinter?

Und ich habe auch für uns entdeckt, dass es Sachen gibt, die zum Schlafen gut funktionieren und andere eben nicht. Wir essen z.B. immer zwischen 5 und 6. Die Kinder signalisieren, wenn sie Hunger haben! Danach gehen wir ins Zimmer und lesen, spielen fangen, kitzeln..wir sind dann als Familie nochmal zusammen, oder ich mit den Kindern. Das Licht ist gedämmt. Wir ziehen uns um, Lüften das Zimmer nochmal, putzen die Zähne, schmusen und Stillen. Dann bekommt jeder 3 Gute-Nacht-Küsse (von jedem mindestens einen) und wir teilen uns auf. Manchmal singe ich dann noch, oder wir lesen noch eine Kleine Geschichte. Danach versuche ich das Kind im Bett zu behalten (manchmal will es wieder aufstehen). Ich leg ein hartnäckiges Kind spielerisch wieder ins Bett. Ich kitzel etwas, oder lache leise. Das ist angenehmer für beide. Sonst würde es Geschrei geben . Und dann irgendwann nach 10-60 Minuten schläft das Baby. So wie auch wir Erwachsenen manchmal schlecht einschlafen können, können Babys das manchmal auch. Dann braucht es auch mal 1h. Aber das ist Ok. Ich nutze die Zeit um auch runter zu fahren und mich zu entspannen. Manchmal schlaf ich mit ein. Mit Kindern muss man flexibel sein und sich auf die Bedürfnisse des Anderen einlassen können, ohne zu sehr etwas bestimmtes (anderes, wie z.B. das Baby soll JETZT schlafen) zu wollen und doch hartnäckig bleiben und klar sein in den Botschaften, die man sendet (du hast schaffst es selbständig ohne Brust einzuschlafen). So funktioniert es zumindest bei uns.

Wie klappe es bei dir? Was hast du rausgefunden, was gut und was weniger gut funktioniert? Schreib gerne einen Kommentar! Ich würde mich freuen

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3 Gedanken zu “Die Wunder eines neuen Abendrituals

  1. Ach ja, Schlafmangel kennen wir gut, vor allen ich – seit fast vier Jahren schlafe ich nie länger als zwei std am Stück. Die Große ist von Anfang an eine schlechte Schläferin, selbst mit bald vier Jahren wacht sie gut und gern zwei bis drei mal auf und braucht einen. Die Mittlere is toll, schläft eigentlich voll gut, manchmal macht sie keinen Mucks , außer sie findet den Schnuller nicht oder rennt wiedermal mit dem Kopf ans Bettende an oder is krank, aber sie vergönnt einem viel Schlaf. Doch die Große hielt uns auf Trab und jetzt haben wir ein zwei Monate altes Baby mit jede Menge Bauchweh. Irgendetwas gibt es immer in der Nacht. Aber man gewöhnt sich dran und man lernt sich den fehlenden Schlaf einfach zwischendurch zu holen oder einfach früher ins Bett zu gehen. Manche setzen sich um 20 Uhr zum Fernsehen hin, tja, ich mach mich Bett fertig und geh schlafen. Die Zeit mit den Kleinen geht so schnell rum und ich möchte keine Minute verpassen, da verzichte ich gern aufs Abendprogramm und bin tagsüber fit – naja, zumindest teilweise 😉

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    • Ohje 🙂 ja aber ausruhen und schlafen, wenn es geht, hilft 🙂 Ich kann z.B. schlecht Tagsüber schlafen, dann muss ich schon echt sehr müde sein. Abends schlafe ich manchmal mit den Kindern ein und stehe dann nochmal auf. Ich will einfach auch was schaffen. Am effektivsten geht das, wenn die Kinder schlafen.
      So ein kleines Baby, wie eures, braucht natürlich erstmal Zeit zum ankommen und umstellen. Was war es kuschelig bei Mama im Bauch…Das ist bestimmt sehr anstrengend, wenn es noch ein älteres Kind gibt, was noch so viel nächtliche Zuwendung braucht. Ich nehme an, das Baby schläft bei dir? Schlafen deine anderen Kinder zusammen, oder jeder für sich? Vll kann ja der Papa immer mal wieder bei ihr schlafen, oder ihre Schwester? Wenn alle zusammen schlafen klappt das für euch gar nicht?
      Herzliche Grüße

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